Sapyso, eine ganz andere Gemeinschaft

Aus unserer Wohn-Anlage, die wir ja damals absichtlich zweideutig benannt hatten, wird nun eine Gemeinschaft im Menschenrecht. Während wir damals noch das Fiat-Geld und das damit verbundene See- und Handelsrecht im Kopf hatten, gehen wir nun einen Schritt weiter. Der Name Sapyso paßt wunderbar dazu, denn es ist schon jetzt eine “schöne Aussicht” in die kommende Zukunft.

Sapyso wird eine Gemeinschaft, in der echte Menschen miteinander und mit der Natur in Harmonie leben. Da alles, was in unserer Umgebung abläuft auf Verträgen im Handelsrecht basiert, müssen wir im Kopf erstmal den Schritt zum Menschenrecht gehen. Unser Projekt orientiert sich nicht an Profit, sondern daran, daß eine lebendige Gemeinschaft dafür sorgt, daß jeder glücklich und zufrieden ist. Leider leben wir nicht auf einer entlegenen Insel, sondern noch inmitten des See- und Handelsrechts und müssen nach außen noch “mitspielen”. 

Da wir abfänglich so gut wie nichts selbst herstellen können, müssen wir fast alles im Handelsrecht erwerben und dazu müssen wir uns dem anpassen. Grundstück, Geräte und geleistete Arbeit sind zwar große Sachwerte, aber dafür bekommt man im Laden an der Ecke rein gar nichts. Was fehlt, ist die sogenannte Liquidität. Aus diesem Grund würde auch eine Arbeitsentlohnung nicht funktionieren, denn entweder will der arbeitende Geld oder eine andere Art der Vergütung, die wieder Geld bedingt - ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

Wie soll es aber nun funktionieren? Nun, wir haben ja schon an anderer Stelle beschrieben, daß wir für Vorschläge offen sind. Unsere Idee ist das, was man im Handelsrecht eine Genossenschaft nennen würde. Jedes Mitglied beteiligt sich am Ganzen, welches im Idealfall natürlich kontinuierlich wächst. Das ganze hat aber zwei Haken, denn erstens wollen wir nicht wachsen, sondern unabhängig werden und zweitens fehlt am Anfang die Liquidität, denn noch müssen wir unser eigenes Essen und Trinken, sowie das für die Tiere und auch Dinge wie Benzin draußen kaufen. Auch Abgaben sind natürlich in Form von Geld zu entrichten. Fazit, wir haben zwar ein großes Kapital, aber das ist “tot”. Die Gemeinschaft müßte also am Anfang Geld von neuen Mitgliedern bekommen, um diese Kosten zu decken. Erst später wird es möglich sein, durch Verkauf von “Überproduktion” das noch benötigte Geld zu beschaffen. Wie lange diese Übergangszeit noch dauert, weiß natürlich niemand. Im Übrigen kann man sehr sparsam leben ohne große Einschnitte. Wir kommen z.B. mit 100.-€ pro Person und Monat gut klar, da ist sogar das Benzin mit drin. Die Tiere brauchen weitere 100.-€. Und für ein Bierchen und ein Weinchen reicht es sogar auch noch. Natürlich planen wir weit im Voraus und, wenn es geht, fahren wir nur alle zwei Monate nach Concepción und einmal pro Woche in das Städtchen Loreto. Da wir hier im Paradies leben, fällt uns dies auch nicht schwer und wir sind immer wieder froh, zuhause zu sein.

Wer sich also mit uns zusammen hier ein kleines Paradies aufbauen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen, auch für andere Ideen zur Umsetzung sind wir stets offen. Das Grundstück ist da, es ist bezahlt und tituliert, da muß es doch dort draußen in der Welt jemanden geben, der die Chancen erkennt.