Kohlenstoff

Die O2 zu CO2 Bilanz wird schlechter!

Müssen wir Menschen „entlassen“?
Dazu könnte es kommen!

Ein krasses Szenario aus einem Science-Fiction Film?
Nein, leider nicht!

O2 CO2Seit auf der Erde Pflanzen gedeihen und Tiere leben, gibt es auch einen Kreislauf von Sauerstoff (O2) und Kohlenstoffdioxid (CO2). Das Verhältnis dieser Gase zueinander war allerdings in Urzeiten, weit von unseren heutigen Werten entfernt. Der CO2-Gehalt der Luft liegt derzeit bei 0,04% (1980 noch 0,03%) und lag noch vor 50 Millionen Jahren bei ca. 2% - für Menschen und die meisten uns bekannten Tiere, also absolut tödlich.

CO2 ist jedoch kein Gift oder drücken wir es mal anders aus: "Alles ist Gift, es kommt nur auf die Dosis an." Für Pflanzen ist CO2 sogar lebensnotwendig, denn sie wandeln es zu Kohlenstoff-Verbindungen um, die wir z.B. als Holz kennen.

In den Urwäldern vor mehreren Millionen Jahren gediehen dadurch auch entsprechend prachtvolle Exemplare von zum Teil über 100 Metern Höhe und an Nord- und Südpol herrschten zeitweise Temperaturen wie heute in Nordafrika.

In einem sehr langen Prozess wurde nun immer mehr Kohlenstoff in Holz gebunden, welches durch Naturereignisse gigantischen Ausmaßes, wie z.B. Kontinentalkollisionen und Absenkungen riesiger Landmassen, tief verschüttet wurde und uns heute als Kohle und Erdöl bekannt ist.

Die Zusammensetzung der Atmosphäre, wurde dadurch grundlegend verändert. Dies ist natürlich nur eine sehr stark geraffte Wiedergabe der tatsächlichen Abläufe, es war in Wirklichkeit viel komplizierter, aber das würde den Rahmen dieser Betrachtung sprengen und hat auf die Gesamtaussage keinen Einfluß.

Der Eingriff des Menschen in dieses "CO2-Endlager", wie wir es in Anlehnung an die Atommülllager nennen könnten, hat nun zu der Panik geführt, die viele Menschen erfaßt hat.

Urwald Brandrodung

Hinzu kommt noch die Vernichtung der einzigen Regelmöglichkeit, die wir noch haben - die tropischen Regenwälder! Die Rodung der Regenwälder ist zwar in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, jedoch wird der Bestand weiterhin in einem unglaublichen Ausmaß kontinuierlich abgeholzt. Da der Bestand immer weiter sinkt, ändert sich der prozentuale Anteil in einigen Regionen sogar nach oben.

Pro Stunde werden 526 Fußballfelder Regenwald für immer vernichtet!

Sehr drastisch führt dies der Artikel "Pro Stunde wurden 526 Fußballfelder abgeholzt" vom 07.11.2014 der Zeitung „Die Welt“ vor, der auch heute noch aktuell ist.

An diesem, für die gesamte Menschheit lebenswichtigen Punkt, setzt unsere Arbeit an!

Unsere Kohlenstoff Speicher und die Holz Lüge

Der Abbau des extrem hohen CO2-Anteils der Luft vor Millionen von Jahren, konnte nur durch, für uns harmlose, chemische Verbindungen erreicht werden - Kohle und Erdöl.

Da wir diese beiden Stoffe aber als Schatz betrachtet haben, den man bergen muss, wurde damit ein Millionen Jahre alter Geist aus der Flasche entlassen, den wir nun nicht wieder hinein bekommen.

Jedem dürfte klar sein: Mit jedem Tropfen Öl oder Benzin, der verbrannt wird, steigt dieses Mißverhältniss. Findige Leute behaupten nun, heizen mit Holz sei CO2-neutral.

Das Schlimme daran ist, sie haben, isoliert betrachtet, damit sogar recht. Die natürlichste Möglichkeit wäre nämlich, sich der uralten Regelmechanismen zu bedienen und Bäume wachsen zu lassen, die mehrere hundert oder gar tausend Jahre alt werden, um den Kohlenstoff wieder im Holz zu binden. Stattdessen werden diese aber schon nach wenigen Jahren gefällt. Mit dem Verbrennen dieser relativ jungen Hölzer, beginnt der Kreislauf also erneut, jedoch viel zu früh!

Wald Ausblick

Im Gegensatz dazu gilt: Jeder Baum, der bis zu seinem natürlichen Ende wachsen darf, ist ein gewaltiger Schatz, der uns ein Stück weiter bringt. Wenn er irgendwann aus Altersschwäche stirbt, darf er auch gerne verfeuert werden. Die Kleinstlebewesen, die ihn nach und nach zersetzen, produzieren nämlich ebenfalls CO2.  Auch totes Knüppelholz, darf bedenkenlos verbrannt werden.

Die persönliche CO2-Bilanz
Jeder Einzelne ist hier gefordert, seine persönliche CO2-Bilanz zu ziehen und, für unser zukünftiges Überleben spielentscheidend, zu korrigieren. Die Politik wird hierzu nicht in der Lage sein, denn wirtschaftliche Interessen stehen dem solange entgegen, bis der Verbraucher nutzlose oder schädliche Produkte endlich meidet.

Was können wir tun?
Der erste Schritt ist immer, sich der Lage bewußt zu werden!
Wir können unser Leben nicht von einem zum anderen Tag umkrempeln, abgesehen davon, dass es die meisten sowieso nicht wollen.
Aber jeder kann unsere Arbeit unterstützen, denn wir wollen unsere Bäume über Generationen wachsen lassen und so unseren Kindern und Enkeln, weiterhin das Atmen ermöglichen!

Eine alte Erkenntnis
Schutz der NaturMan kann Sie nicht oft genug wiederholen:
"Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht den Menschen nicht"!

Was für uns ein tödliches Horrorszenario ist, ist für die Natur schlichtweg ein Regelmechanismus. Der steigende CO2-Anteil in der Luft kommt Pflanzen zugute, Tieren aber nicht. Die steigenden Meeresspiegel überfluten vor allem dicht besiedelte Wirtschaftsgebiete, denn die liegen oft direkt am Meer. Die schmelzenden Polkappen schaffen auch neuen Lebensraum für Pflanzen und auf lange Sicht wird sich alles einpegeln - es liegt an uns, ob es dann noch Menschen gibt oder eben nicht.


Treffen sich zwei Planeten...

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