05.02.2026 - Sommerende - nach astronomischer Rechnung
Die treuen Leser werden sicherlich nicht erstaunt sein über dieses Datum. Leider müssen wir ja auch an diversen Stellen immer noch auf dieses (bewußt und gewollt) erzeugte Machwerk zurückgreifen, welches dem Menschen jeglichen Bezug zur Natur absichtlich beschneidet. Aber wie kommen wir denn nur auf unsere Behauptung? Nun, ganz einfach, denn heute ist der 46. Tag nach der Sommersonnenwende (auf der NordhalbKUGEL natürlich genau anders herum). Das Jahr hat 365 Tage und ein paar Stunden, also hat das halbe Jahr 182,5 Tage, das Vierteljahr 91,25 Tage und ein Achteljahr 45,625 Tage. Die Sonnenwenden werden nicht grundlos als MID-Sommer und MID-Winter bezeichnet, also die Mitte der betreffenden Jahreszeit, nicht der Beginn dieser. Dies also zur astronomischen Erklärung. Neben dieser gibt es noch weitere berechtigte Einteilungen, wie z.B. die meteorologischen Jahreszeiten, die sich an Wetterereignissen orientieren und eigentlich, genau wie die phänologische Jahreszeiten, variieren müßten. Entgegen den letzteren sind die ersteren allerdings auf den 1.März, 1.Juni, 1.September und 1.Dezember festgelegt, die Meteorologen lieben halt ihre Statistiken. Na und dann sind da noch die kruden "Kalenderjahreszeiten", die allesamt in der Mitte der jeweiligen Periode beginnen - hmmm?
Unbestritten ist zumindest die Einteilung des Jahres in ein Sommer- und ein Winter-Halbjahr - na Gott sei Dank, nun können wir wieder miteinander reden. Das bisherige Sommerhalbjahr verlief hier völlig anders, als wir es in den zurückliegenden 8 Jahren erlebt hatten. Kaum Temperaturen über 36°C, keine Hitzeperioden (nach hiesiger Betrachtung, die Deutschen wären schon zu Asche verdampft), ausgeglichene Sonne-Regen-Perioden, nur etwas höhere Luftfeutigkeit als gewohnt. Ein ideales Klima für die Pflanzen. Alle Bäume und Sträucher haben hier einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt, natürlich leider auch die Gräser. Was die Rinderzüchter erfreut, ist für uns Knochenarbeit, denn egal, ob rund ums Haus herum, Einfahrt oder Wege, wir kommen nicht gegen diesen rasanten Wuchs an. Wer jetzt meint, man müßte sich die passenden Maschinen anschaffen, weiß hoffentlich, wo das Spendenkonto steht oder legt sich wieder hin.
Fazit: Die Sommer der letzten Jahre haben uns zwar weniger Arbeit beschert, aber auch die Nutzpflanzen wuchsen schlecht und wir mußten ständig bewässern. Da wir (noch) keine Möglichkeit haben, Oberflächenwasser zu speichern (kostet halt Geld) mußten wir auf die Unsitte zurückgreifen und das Wasser aus dem Tiefbrunnen nutzen - kostet ja fast nichts, richtet aber u.U. nachhaltige Schäden an. Da es aber jeder macht und wir bewußt damit umgehen und es nur in Ausnahmesituationen nutzen, haben wir ein gutes Gewissen dabei. Ja, Ihr habt richtig gelesen, da kam wieder der Wink mit dem Zaunpfahl. Ideen haben wir, umsetzen könnten wir sie, aber für viele ist dann doch die kleinste Spende einfach zuviel - na dann, gut daß das Oktoberfest vorbei ist und die Weihnachtsmärkte sind ja in vielen Städten ausgefallen, da müßte doch was übrig sein....


